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Mitgliederversammlung 17.04.2018

Hans Trachsel
Hans Trachsel
Ewald Kornmann
Ewald Kornmann
Prof. Dr. Ruedi Minsch
Prof. Dr. Ruedi Minsch
Noah Menzi
Noah Menzi
Verena Herzog
Verena Herzog
 

An der Mitgliederversammlung in Weinfelden sagten die EDU Mitglieder Nein zur Vollgeldinitiative, zum Geldspielgesetz wurde die Ja-Parole gefasst.

Volksinitiative „Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative)“
Die Volksinitiative fordert eine tiefgreifende Umgestaltung der heutigen Währungsordnung, indem den Geschäftsbanken die Schaffung von Buchgeld untersagt wird. Die Schweiz würde bei Annahme dieser Initiative zum Experimentierfall für unerprobte Reformen. Aus Sicht von Prof. Dr. Ruedi Minsch, Chefökonom ecenomiesuisse, würde die Annahme dieser Initiative es der Schweizerischen Nationalbank erschweren, eine Geldpolitik zu verfolgen, welche die Preisstabilität sichert und zu einer stabilen Entwicklung der Wirtschaft beiträgt. Die Risiken der Initiative für den Finanzsektor wären erheblich.
Eine grosse Mehrheit der Mitglieder der EDU Thurgau erachten die Vollgeld-Initiative nicht als den richtigen Weg und lehnen die Vorlage ab.

Pro-Referat: Ewald Kornmann, Mitglied des Vorstandes und des Initiativkomitees Vollgeldinitiative
Contra-Referat: Prof. Dr. Ruedi Minsch, Chefökonom ecenomiesuisse

Bundesgesetz vom 29. September 2017 über Geldspiele (Geldspielgesetz, BGS)
Am 11. März 2012 wurde der direkte Gegenentwurf zur Volksinitiative «Für Geldspiele im Dienste des Gemeinwohls» von Volk und Ständen angenommen. Der vorliegende Entwurf setzt diesen neuen Artikel 106 BV um. Die Geldspiele sind heute in zwei Bundesgesetzen geregelt, im Spielbankengesetz vom 18. Dezember 1998 und im Bundesgesetz vom 8. Juli 1923 betreffend die Lotterien und die gewerbsmässigen Wetten (LG). Der Entwurf führt diese beiden Erlasse in einem Bundesgesetz zusammen und schafft eine kohärente, sowie zweck – und zeitgemässe Regelung des Geldspieles in der Schweiz. Gegen diesen Entwurf wurde erfolgreich von einigen Jungparteien das Referendum ergriffen, so dass die Vorlage am 10 Juni vom Volk entschieden wird. Eine Mehrheit der Mitglieder der EDU Thurgau stimmen der Vorlage zu.
 
Pro-Referat: Verena Herzog, Nationalrätin SVP
Contra-Referat: Noah Menzi, Präsident Jungfreisinnige St. Gallen.