Newsdetail

Thurgauer Holz statt Beton

Votum von Kantonsrat Christian Mader an der Grossratssitzung vom 20.04.2022

Zur Förderung des heimischen Baumaterials Holz erleben Holzbrücken eine Renaissance, schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort. So viel von dieser Rückbesinnung oder Wiedergeburt der Holzbrücken sehen wir im Thurgau allerdings noch nicht. Gerade weil aus statischen Gründen oftmals Brettschichtholz zum Einsatz kommt, können im nicht sichtbaren Bereich dafür geringere Holzqualitäten optimal eingesetzt werden, ohne Qualitätseinbusse in der Statik, was äusserst ressourcenschonend ist und dies wiederum ist ein Gebot der Stunde.

Die in Frage 1 erwähnte, zu ersetzende Murgbrücke Aumühle bei Frauenfeld, mit einer Länge von 35m, wäre aus unserer Sicht prädestiniert um als Holzbrücke auszubilden. Die höheren Kosten einer Holzbrücke sind nicht von der Hand zu weisen. Dem gegenüber steht aber eine bessere Ökobilanz, regionaler, nachhaltiger Rohstoff und die Wertschöpfung im Thurgau. Diese starken Argumente gilt es bei einem Entscheid sorgfältig abzuwägen. Eine schlicht gestaltete Holzbrücke würde aus unserer Sicht in der Aumühle gut passen und keineswegs die Gebäude konkurrieren.

Die EDU Fraktion unterstützt bei einem Brückenersatz ein sorgfältiges Abwägen und dass ein Entscheid für oder gegen eine Holzbrücke unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren getroffen wird. Wir freuen uns über jede neue Holzbrücke, denn es ist tatsächlich eine Augenweide!

Sollten Entscheide zu Gunsten von Betonbrücken fallen, wäre für die EDU wichtig, dass möglichst mit Recycling Beton gearbeitet wird, der eine bessere Ökobilanz hat.