Newsdetail

Interpellation «Phosphor-Rückgewinnung»

Votum von Kantonsrat Peter Schenk an der Grossratssitzung vom 01.10.2018

Phosphorrückgewinnung ist eine gute und wichtige Sache. Die Schweiz hat grosses Wissen diesbezüglich.
Die Rückgewinnung von Phosphor ist verordnet; bis im Jahr 2025 muss das gemäss VVEA umgesetzt sein.
Meine Recherchen haben ergeben, dass sich die Phosphorrückgewinnung komplex und aufwändig, aber als durchaus möglich gestaltet. Auf nationaler Ebene scheint jedoch vieles noch unklar zu sein diesbezüglich; die Verfahren in den Köpfen und darum auch in der Technik sind offensichtlich noch nicht reif für die sinnvolle Praxis. Zum Beispiel wird die Phosphor-Qualitätsdefinition von ein paar wenigen Bundesbeamten vorgenommen, welche marktwirtschaftliche Überlegungen ausklammern. Das lähmt und würgt ab. Die Entwicklung von neuen verfeinerten Wegen zur Phosphorrückgewinnung sei auf Verwaltungsebene sehr steinig. Dass die Produktion der Phosphorrückgewinnung zurzeit nicht wirtschaftlich ist, verwundert darum nicht. Und dass sich bei den treibenden Kräften der Phosphorrückgewinnung Frust und Enttäuschung breitmacht, verwundert noch einmal nicht. Ob die Umsetzung bis zum Jahr 2025 geschehen sein wird, bezweifeln diese Fachleute. Dazu müsse mehr Unterstützung in Form von Wegbereitung kommen. Auch in Bundesbern müssen die Beamten angehalten werden, dem Volk, dem Land, der Natur und der Wirtschaft zu dienen, zu ermöglichen, gute Ansinnen aktiv zu unterstützen, anstatt Hindernisse in den Weg zu legen.
Offensichtlich hat die Thurgauer Regierung keinen grossen Einfluss in den Sachverhalt. Daraus erklärt sich die eher wenig griffige Formulierung der sonst aber guten Beantwortung.