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Gleichberechtigtes Arbeiten beim Kanton Thurgau, den Gerichten und selbstständigen Anstalten

Votum von Kantonsrat Iwan Wüst in der Grossratssitzung vom 12.08.2020

In der Wirtschaft sind, im Durchschnitt über alle Branchengesehen, aktuell 20 % Frauen in Kaderpositionen. Der Anteil gemäss der Auflistung des Regierungsrates liegt bei 29 % im Thurgau. Wir sind derselben Meinung wie die Interpellantinnen. Wird eine Kaderstelle ausgeschrieben, so sollen die Frauen gleich lange Spiesse haben wie die Männer. Die Frauen in der Familie können entlastet werden, in dem die Männer vermehrt Teilzeit arbeiten dürfen und können. Entscheidend ist hier, dass die Männer dies auch wollen und die Frauen freisetzen. Auch in der Industrie ist es fast unmöglich, Frauen zu finden für die Position des CEO. Dies ist nicht erstaunlich, da sich mehrheitlich Männer bei den technischen Studiengängen eintragen und abschliessen. Bei den Berufslehren sind die Frauen bei 30 % aller Berufe mit einem Anteil von mehr als 50 %. Bei 36 % aller Berufe ist der Frauenanteil aber kleiner als 10 %. Z.B. alle Informatik-Berufe 4-6 % Frauenanteil. In der Verwaltung, der TKB, der Pensionskasse, dem Spital und der PH dürfte dies aber weniger stark ausgeprägt sein. In der HSG sind immerhin 30 % Frauen eingetragen.
Aus unserer Sicht soll die am besten geeignete Person eine Kaderstelle bekommen. Das Geschlecht darf keine Rolle spielen. In den meisten Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen sind die Frauen für das Personal zuständig, was die Frauen sicher gut machen. Die Frauen haben aber noch andere Qualitäten. Geben wir ihnen die Chance dazu.
Wir von der EDU-Fraktion danken allen Frauen für ihren grossen Einsatz.