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Anschub in die Digitalisierung – eine Investition in den künftigen Wohlstand

Votum von Kantonsrat Christian Mader in der Grossratssitzung vom 16.12.2020

Die EDU Fraktion steht der Idee einer Anschubfinanzierung in die Digitalisierung grundsätzlich positiv gegenüber. Die Gefahr der Überwachung muss aber beachtet werden. Dokumentation als Beilage zur Budgetbotschaft «Digitale Verwaltung Thurgau» hat viele gute Ansätze. Auch stehen Mittel und Personale Ressourcen zur Verfügung. Aus unserer Sicht geht es darum, dass der Kanton, die politischen Gemeinden, die Schulgemeinden, die Wirtschaft, die Kultur usw. nicht einzelne Zügli fahren, sondern gemeinsam, je nach Ihren Bedürfnissen die verschiedenen Themen wie Energieversorgung, Netzinfrastrukturen, Sicherheit, Gesundheit, Wirtschaft, Bildung, Mobilität und Verkehr angehen und den Schritt in die Digitalisierung vorantreiben. Mit dem Verein Smarter TG steht ein breit abgestütztes Gefäss zur Verfügung, dass gute Arbeit macht, hervorragende Kontakte zu den Top Leuten der Digitalisierung in der Schweiz pflegt, jedoch durch beschränkte Mittel im Aktionsradius begrenzt ist. Aus meiner persönlichen Erfahrung, da wir als Unternehmen seit April dieses Jahres auch am Aufbau unserer digitalen Strategie sind, übrigens mit Unterstützung durch den Verein smarter TG, braucht es nun zwingend eine breite Vernetzung sogenannter ECO Systeme, in den definierten Themenfeldern. Das Einzige was wir im Prozess der Digitalisierung nicht haben ist Zeit! Warum sind die 5,6 höchstbewerteten Unternehmen der Welt so erfolgreich?? Weil sie allesamt am schnellsten die Digitalisierungs- Challenge geschafft haben! Dass das nicht nur gut ist, wäre wieder ein anderes Thema, aber digitalisiert werden wir. Damit die Digitalisierung im Thurgau auf allen notwendigen Ebenen gelingt, braucht es die Anschubfinanzierung, auf Grundlage klar definierter Entwicklungsschritte, unter Einbezug aller notwendigen Player. Dies aufzugleisen muss koordiniert werden. Anschliessend wird eine Dynamik entstehen und die einzelnen Zahnräder werden ineinandergreifen. Das absolut schlimmste, was passieren könnte ist, und das befürchte ich aufgrund der RR Antwort, dass jeder einzelne Player selbst seine Digitale Strategie entwickelt, teure Doppelspurigkeiten entstehen und die Schnittstellen nicht zusammengeführt werden können. Bei allem Respekt vor Autonomien und dem föderalistischen Gedanken, hier muss zwingend über den Tellerrand hinausgeschaut werden. Die Erlöse der Partizipationsscheine der Thurgauer Kantonalbank könnten durch die Berücksichtigung des Digital Campus, eine der Projekteideen, eine entscheidende Rolle spielen, punkto Knowhows und Tempo!

 

Eine Minderheit der EDU Fraktion wird den Antrag erheblich erklären.